Editorial ... Maschinen- und Anlagenbau

Säule der Stabilität und des Wachstums.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während die Politik derzeit große Anstrengungen unternimmt, die europaweite Staatsverschuldung einzudämmen und die Stimmung an den Finanzmärkten zu „beruhigen“, laufen weite Bereiche der Realwirtschaft außerordentlich stabil auf Wachstumskurs.

Professor Dr.-Ing. Jürgen Teifke.
Professor Dr.-Ing. Jürgen Teifke.
Ein Musterbeispiel dafür ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau.

Offenbar sind die Unternehmen dieser Branche aus der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008 sehr schnell mit einer positiven Umsatzentwicklung herausgekommen. Produkte und Dienstleistungen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus gelten sowohl im europäischen, aber auch im außereuropäischen Ausland als innovativ, qualitativ hochwertig und zuverlässig. Beispiele aus dem norddeutschen Maschinen- und Anlagenbau, dem sich diese Ausgabe von „Mensch & Technik“ widmet, machen dies deutlich.

Aktuelle Aufgabe von Politik ist die Absicherung und Weiterentwicklung der als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gestarteten Europäischen Union. Einerseits kann nur so das Gewicht Westeuropas auf den internationalen Märkten, die zunehmend von wenigen Zentren bestimmt werden, erhalten und vergrößert werden. Andererseits bieten stabile und starke europäische Partner wichtige Absatzmärkte, was sich im Maschinen- und Anlagenbau besonders zeigt.

Neben überbordender Staatsverschul­dung und instabilen Finanzmärkten ist eine Gefährdung der Branche der drohende oder auch schon spürbare Fachkräftemangel. Die in dieser Ausgabe von „Mensch & Technik“ dargestellten Bereiche des norddeutschen Maschinen- und Anlagenbaus machen beispielhaft deutlich, dass komplexe, innovative, qualitativ hochwertige und zuverlässige Produkte auf modernste Entwicklungs- und Konstruktionsmethoden sowie inno­vative und wirtschaftliche Produktionsverfahren angewiesen sind. Zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Branche werden deshalb zunehmend auch Fragen der Sicherung des Nachwuchses, das heißt der Bildung und Ausbildung von kompetenten und leistungsfähigen Ingenieuren und Fachkräften eine Rolle spielen.

Im Interesse unserer gemeinsamen Volkswirtschaft, unseres Wohlstands und Lebensstandards kann man der Branche Maschinen- und Anlagenbau nur wünschen, dass sie ihren erfolgreichen Weg konsequent weitergehen kann! <<

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teifke, Vorsitzender des VDI-Landesverbandes Schleswig-Holstein