„Ganz Europa schaut auf den Norden Deutschlands“

Brunel nutzt Synergieeffekte und realisiert Projekte in der maritimen Wirtschaft.

Im Energiemix der Zukunft gehört die Windenergiebranche zu einem der bedeutendsten Wachstumsmärkte Deutschlands und bietet eine große wirtschaftliche Chance für die Küstenregionen. „Ganz Europa schaut momentan auf den Norden Deutschlands und seine Entwicklungen im Bereich der Umwelttechnologien“, beschreibt Mandy Bremse, Niederlassungsleiterin von Brunel Rostock, einem internationalen Projektpartner für Technik und Management, das Potenzial der Erneuerbaren Energien.

Vorderseite des BTE-Windparks.
Vorderseite des BTE-Windparks.

Bereits jetzt sind in Deutschland 367.000 Arbeitsplätze in der Branche geschaffen worden, davon bietet die Windenergie allein 96.100 Arbeitsplätze, inklusive der Beschäftigen aus den Bereichen Betrieb und Wartung. Bis zum Jahr 2020 will die Branche laut einer Studie des Bundesministeriums für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit insgesamt 500.000 Menschen beschäftigen und rund die Hälfte des deutschen Strombedarfs decken.

So wundert es nicht, dass Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien sowohl für Berufseinsteiger als auch für erfahrene Experten ein attraktiver Arbeitgeber sind. „Die Mischung aus Technik und Wirtschaft und der Anspruch, aktiv zum Klimaschutz beizutragen, machen die Branche besonders interessant für junge Ingenieure“, schildert Bremse. Trotz der guten Aussichten fehle es der Energiebranche jedoch an Fachkräften, die die nötige Erfahrung sowie branchenspezifische Qualifikationen mitbringen. „Der Fachkräftemangel und ein zunehmend internationaler Wettbewerb setzen eine Flexibilität bei Unternehmen voraus, die viele ohne externe Unterstützung gar nicht leisten können“, erklärt die Rostockerin.

Brunel unterstützt Kunden mit individuellen Lösungen und realisiert Projekte für mittelständische Unternehmen ebenso wie für internationale Konzerne. „Unsere Arbeit fängt dort an, wo die Kapazitäten unserer Kunden ausgereizt sind – inhaltlich wie auch personell. Als Projektpartner der Unternehmen ist es unsere Aufgabe, sie im Rahmen unserer Planungen bedarfsorientiert zu unterstützen. Entsprechend breit sind wir aufgestellt“, ergänzt Bremse.

Das Entwicklungszentrum Brunel Transport & Energy in Rostock beispielsweise realisiert vielfältige Projekte im Bereich der maritimen Wirtschaft und greift dabei auf ein europaweites Kompetenz-Netzwerk zurück. „Anstatt unsere Dienstleistungen auf nationale Grenzen zu beschränken, bündeln wir unser Know-how und arbeiten international Hand in Hand. Damit ist Brunel der erste Ingenieurdienstleister in Deutschland, der aufgrund seines internationalen Netzwerkes dem Kunden alles aus einer Hand liefern kann“, erklärt Mandy Bremse. Auch die Niederlassungen in Kiel, Hamburg und Bremen arbeiten bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien, der Entwicklung von Konzepten für Offshore-Umspannplattformen und der Ausführungsplanung von Spe­zi­al­kon­struk­ti­on­en eng zusammen und investieren weiter in den Aufbau der neuen Branchen.

Um Fachkräfte auf die besonderen physischen Anforderungen bei Bau, Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen auf hoher See vorzubereiten, organisiert Brunel ein spezielles Offshore-Training für Mitarbeiter. „Die Tätigkeit in extremen Arbeitsumfeldern erfordert von unseren Projektingenieuren neben fachlichem Know-how auch absolute körperliche Fitness“, erläutert Jana Schumann, Account Managerin bei Brunel Rostock.

Die zunehmende Bedeutung von Betrieb und Wartung im Bereich der Offshore-Anlagen ist ein Standbein für Brunel mit guten Zukunftsperspektiven und ein weiteres Beispiel für die Ausweitung des Geschäftsfeldes.

Im Prüflabor der Brunel Car Synergies in Bochum arbeiten rund 35 Messtechniker und Versuchsingenieure an tonnenschweren Prüfständen und führen umfangreiche Bauteilprüfungen durch. Die Testverfahren werden zunehmend auch für die Prüfung von Bauteilen aus der Windenergiebranche nachgefragt. So ließ die Firma Stromag WEP, ein Hersteller von Windenergie-Produkten, eine Azimutbremse für Windturbinen im Bochumer Prüflabor testen. Dabei wurden spezielle Belastungen für einen betrieblichen Einsatz einer Windkraftanlage simuliert. „Mittlerweile sind die Anfragen sowie Projekte im Bereich der Schadensanalytik auf 70 Prozent gestiegen“, resümiert Werner Große-Wilde, Account Manager bei Car Synergies, die rasante Entwicklung. Auch Spezifikationserstellungen, Produktoptimierungen und Problembearbeitungen werden zunehmend nachgefragt.

Brunel nutzt so seine Kompetenzen und kann mit flexiblen und passgenauen Lösungen auf die Dynamik des Marktes reagieren. Dank des weltweiten Brunel Netzwerkes können so Synergieeffekte genutzt und Projekte sowohl international als auch lokal flexibel umgesetzt werden. <<

 

Mandy Bremse, Brunel GmbH, rostock@brunel.de